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Pressestimmen zu... ... "Als die Jugend kollabierte" Indiestreber.de, Juni 2010
Die Jungs von Spandau sind nicht mehr die allerjüngsten. Das machen sie in Frühling Nummer 31, dem ersten Stück ihrer zweiten LP Als die Jugend Kollabierte deutlich. Wie in dem Alter üblich, wird dort weitergemacht, wo man mit Ende Zwanzig aufgehört hat. Im Falle von Spandau ist das “Indierock mit Punk-Einflüssen”, wobei die Punk-Einflüsse immer weniger werden. Die Platte bietet gleich ein paar Highlights: Zum einen wäre da natürlich Worte wiegen schwer, in dem Ex-Spandau-Mitglied und Herrenmagazin-Frontmann Deniz Jaspersen als Gastsänger zu hören ist. Der Song ist wunderbar, sobald man sich von der wohl schlimmsten Textzeile des Albums, mit der eben dieser Song beginnt: “Worte wiegen schwer, das ist prekär.” Ansonsten sind es nämlich neben großartigen Gitarrenlinien vor allem die Texte, die die Band auch auf diesem Album auszeichnen. Manch andere Band wäre zum Beispiel bei einem Thema wie Gentrifizierung entweder in Punk-Plattitüden oder, noch schlimmer, in Sozialromantik abgerutscht – nicht so Spandau in Altona. Es wird vor allem beobachtet und die eigene Ratlosigkeit in so einer Situation geschildert. Ein weiterer Höhepunkt ist Lied Nummer 8, Gesucht, Gesehen, Gebrannt, DIE Hymne für Konzertgänger. Genauer als hier ist wohl selten das Gefühl, ein Konzert seiner Lieblingsband zu sehen, beschrieben worden – schöner wohl noch nie. Useless-Fanzine , Juni 2010 Ohne Gerüchte verbreiten zu wollen, aber… Man munkelt das Frank Tirado Rosales die Band Kettcar kurz nach Durchhören des neuen Spandau Albums verließ. Natürlich, zweite Reihe ist eben auch unschön. Spandau 2010, Als die Jugend kollabierte, sicher mehr Pop als Punk in den Beinen, sicher mehr Punk als Pop in den Herzen. Natürlich Hamburg. Pathos olé. Großartiges Album. music-scan.de , Juni 2010 Der Albumtitel „Als Die Jugend Kollabierte“ ist dem dritten Track ,Göteborg‘ entliehen und bestätigt die Vermutung, dass es hier keine Situationsbeschreibung zum deutschen Nachwuchs gibt, sondern vier Musiker zu der Einsicht gelangen, dass sie erwachsen geworden sind. Ungeduld, Freiheitsstreben, Optimismus und große Ziele gibt es noch immer, doch längst haben die vier Hamburger auch Verpflichtungen, die sie limitieren. Es geht nicht mehr nur um die Selbstverwirklichung. Im Alter um 30 Jahre herum gilt es, Tatsachen wie diese zu akzeptieren und für sich selbst eine neue Balance und den eigen Platz im Leben zu finden. Davon erzählen SPANDAU, mal mehr, mal weniger deutlich – jedoch stets persönlich und authentisch. Die Hanseaten haben den deutschsprachigen Indie-Rock mit natürlicher Pop-Kante zu ihrer Spielwiese erklärt. Die Instrumentierung der Stücke ist zurückhaltend, doch der Vierer formt einen jederzeit eingängigen, wohlklingenden Unterbau. Zentral stehen auf „Als Die Jugend Kollabierte“ allerdings die Texte. Einer der Tracks heißt dann auch ,Worte wiegen schwer‘ und wartet überdies mit einem Gastauftritt von Deniz Jaspersen auf, der früher bei SPANDAU trommelte und heute bei den stilistisch verwandten Herrenmagazin singt. Die Hanseaten verbuchen ein rundes, ansprechendes Indie-Pop-Werk, das in die so genannte Hamburger Schule fällt. Die Band hat selbst produziert und zeichnet auch für die Veröffentlichung verantwortlich. SPANDAU haben sich auf allen Ebenen gut geschlagen. Allein 1-2 Highlights fehlen, die „Als Die Jugend Kollabierte“ zu einem besonderen Album adeln würden. (7 von 10 Punkten) Alternativ-Music.de , Juni 2010 Was der Name nicht vermuten lässt, macht die Musik deutlich: Spandau kommen aus Hamburg. Indie-Rock mit durchdachten Texten, ein vertrautes Pärchen, auf das auch die weitaus bekannteren Kollegen von Tomte, Kettcar oder Schrottgrenze setzen. Wer meint, Spandau sind eine neue Gruppierung, die das Erfolgsrezept übernommen hat, liegt falsch. Die vierköpfige Band gibt es seit 1997. Einflüsse der Hamburger Schule kann man Spandau natürlich trotzdem nicht absprechen, dafür sind sie zu eindeutig. Mit Als die Jugend kollabierte veröffentlichen die Hamburger ihre zweite LP. „Frühling Nr. 31 draußen Sturm und ich hier drin. Heizung auf fünf.“, die Zeilen, welche das Album einleiten, sind uns aus den letzten Monaten nur allzu gut bekannt. Frühling Nr. 31 gibt die Marschrichtung vor. Es geht um das Älterwerden und die damit verbundenen Veränderungen. Dieses Thema zieht sich nahezu durch das gesamte Album. Die vier Hamburger bewegen sich über die knapp 40 Minuten auf einem konstant guten Niveau. Einer von wenigen Ausreißern nach oben ist Göteborg. Die Gitarren klingen überzeugend und energetisch; der Gesang ist ausgesprochen stark und abwechslungsreicher als sonst. Noch besser ist nur Worte wiegen schwer. Hieran ist nicht zuletzt Gastsänger Deniz Jaspersen schuld. Der Gitarrist der artverwandten Gruppe Herrenmagazin um Rasmus Engler war jahrelang selbst als Schlagzeuger und Songwriter bei Spandau tätig. Der Song baut sich langsam auf. Bei Deniz’ Gesangspart im zweiten Teil der Strophe fällt auf, dass Worte wiegen schwer durchaus ein Lied von Herrenmagazin sein könnte, was man als Kompliment auffassen kann. Der Refrain ist das absolute Highlight von Als die Jugend kollabierte. Das Zusammenspiel der beiden Stimmen gelingt außerordentlich gut. An Eingängigkeit ist das schwer zu überbieten. Ein ebenso starkes Finale schließt das Lied ab. „Ich guck dich nicht mehr an, ich hab immer zugesehen, ich hab immer drauf gewartet und hab am Ende nur noch geglaubt. Ich guck dich nicht mehr an, ich hab immer zugesehen, ich hab immer drauf gewartet und hab am Ende nur noch gelacht.“ Hier und da klingen die Reime erzwungen, wie zum Beispiel „Worte wiegen schwer, das ist prekär.“, aber das soll nicht weiter stören. Alles in allem ist Als die Jugend kollabierte ein durchaus gutes Album. Viele Lieder klingen ähnlich, insofern kann man sagen, dass noch ein wenig die Abwechslung fehlt. Nichtsdestotrotz ist das Potential der Band erkennbar. Songs wie Worte wiegen schwer sind toll anzuhören. Fans von deutschen Indie und der Hamburger Schule werden bei einigen Stücken auf ihre Kosten kommen. Allschools Network , Juni 2010 Seine Band SPANDAU zu nennen ist ganz sicher nicht das Schlauste. Immerhin gibt es bereits das SPANDAU BALLET und auch den Berliner Stadtteil. Also schon genügend Assoziationen um den Begriff und dementsprechend auch viele Google-Ergebnisse, die erstmal rund um die Hamburger Band umher tingeln. Aber ist denn die Musik genauso verschwindend wie der Name? Erstaunlicherweise nicht. SPANDAU spielen ziemlich angenehmen deutschen Indie-Rock, der irgendwo zwischen BOSSE und HERRENMAGAZIN pendelt, wobei beim schönen „Worte wiegen schwer“ sogar Deniz Jaspersen vom HERRENMAGAZIN mit singt. Alles in allem wirkt „Als die Jugend kollabierte“ aber etwas holprig, was vielleicht am zittrigen Gesang liegt oder auch den Lyrics, die noch nicht so genau wissen, was sie denn nun wollen. Entweder herrliche Direktheit oder doch verschachtelter Wortfluss. Alles in allem aber schön hoffnungsvoll. Sollte man im Auge behalten. (6 von 10 Punkten) Bierschinken.net , Juni 2010 Kaum zu glauben, knapp 5 Jahre ist es schon her, dass der letzte Spandau-Longplayer "Die Sonne scheint anders" erschien. Nach ein paar Besetzungswechseln nun das neueste Werk. Eins kann man schon mal sagen: Der Hamburger Schule bleiben Spandau treu, den Punkrock muss man mit der Pinzette suchen. Die CD (im Digipak) ist komplett in Eigenregie entstanden unter der Regie von Gitarrist Lennart - Hut ab, soundtechnisch kann sich das mehr als hören lassen, eine spürbare Weiterentwicklung zu den vorherigen Veröffentlichungen. Der Gesang steht dabei ziemlich im Vordergrund, was schon mal verdeutlicht, wie wichtig die Texte für die Band selbst sind. Man gibt sich nachdenklich und beobachtend - Gedanken über die Welt und die Leute dort draußen. Über Großstadtgefühle und Vorstädter, über Menschen und ihre Eigenarten. Über das Kollabieren der eigenen Jugend, aber auch über die unreflektierte Jugend der heutigen Zeit. Ist das die Midlife-Crisis? Oder doch nur das Nachdenken darüber? Die Brücke zur eigenen Vergangenheit schlagen Spandau mit dem Titel "Worte wiegen schwer" - am Text feilte Ex-Gitarrist Bodo mit, den Gesang teilt Axel sich mit Ex-Schlagzeuger Deniz Jaspersen (mittlerweile Sänger bei HERRENMAGAZIN) Ansonsten ist bei einigen Liedern zusätzlich Lennart am Gesang zu hören ("Altona", "Wenn Du") - fügt sich ganz gut in das Gesamtbild ein. Macht den Eindruck, als hätte die Band jetzt ihre Wunschbesetzung gefunden. Fazit: Mir fehlt eindeutig ein Quentchen Punkrock, aber richtig gerechnet hab ich damit offen gestanden sowieso nicht. Bleibt ein wirklich gutes Indierock-Album, wie es wohl nur aus Hamburg kommen kann. Wird eh mal Zeit für die nächste Abschlussklasse der Hamburger Schule. in-your-face.de , Juli 2010 Ich muss zugeben, ich bin ein großer Fan von SCHMUFTE. Die liefern seit mehr als 14 Jahren einfach richtig gute Musik ab. Sicherlich kann man SCHMUFTE vorwerfen, sie wären nicht real geblieben und hätten sich dem Mainstream angebiedert, allerdings muss man doch immer wieder betonen, dass man es hier mit einer Band zu tun hat, deren Format Nachahmer wie TOMTE oder KETTCAR niemals erreichen werden. Wie vielen anderen auch gefallen mir die frühen Stücke von SCHMUFTE (also aus der Zeit, wo Jens am Mikro noch nicht durch Christian ersetzt worden war) ein bisschen besser, aber trotzdem: Über eine so lange Zeit ein so hohes Niveau zu halten ist schon beachtlich. Wer sich beim Lesen der Einleitung gerade ernsthaft auf die (Google)Suche nach SCHMUFTE gemacht hat, dem muss ich an dieser Stelle leider eröffnen, dass es sich bei SCHMUFTE lediglich um das imaginäre Bandprojekt von drei meiner Freunde handelt, die sich einfach mal ein bisschen Hamburger Schule fühlen wollten. Um allerdings zum Punkt zu kommen: Wenn SCHMUFTE in den 14 Jahren ihrer imaginären Bandgeschichte auch nur einen Song geschrieben hätten, würde er wahrscheinlich ziemlich genauso klingen wie das musikalische Output der vier Hamburger von SPANDAU, die es inzwischen auch seit immerhin 13 Jahren gibt. SPANDAU allerdings ausschließlich in der Tradition von Bands wie KETTCAR oder TOMTE zu verorten, wird "Als die Jugend kollabierte" nicht wirklich gerecht. Ein wenig KAFKAS und CAPTAIN PLANET ist in den sehnsüchtigen, schwermütigen Arrangements erkennbar und auch Parallelen zu SAMIAM sind im simplen aber doch wirkungsvollen Songwriting (vor allem im Gitarrenspiel) erkennbar. Insgesamt könnte man SPANDAU unter "deutscher Indierock" subsumieren, allerdings besitzt ein Großteil der zehn Kompositionen auf "Als die Jugend kollabierte" einen dermaßenen Charme, dass man fast das böse Suffix "-pop" hinter die Beschreibung der Band klatschen möchte. "Als die Jugend kollabierte" ist insgesamt ein gelungenes Album, das zu Fernweh und Sehnsucht einlädt und einen perfekten Soundtrack zum Schwelgen in Erinnerungen und zur Selbstreflexion beim Hören bietet. SPANDAU gelingt es hierbei tatsächlich, den Zuhörer gelegentlich mit wunderschönen Melodien einzulullen ("Der Kapitän", "Gesucht, Gesehen, Gebrannt", "Göteborg"), was allerdings unglücklicherweise nicht über die ganze Länge von "Als die Jugend kollabierte" gelingt ("Wenn Du" und "Worte wiegen schwer" versauen den zweiten Teil des Albums leider etwas). Die deutschen Texte wirken intelligent geschrieben, aber nicht aufgesetzt, so dass man SPANDAU ein größeres Stück vom Kuchen des Erfolges, den TOMTE und Konsorten inzwischen verzehren, wünschen würde. Sieben Lumpis für die SCHMUFTE der Herzen. (7 von 10 Punkten) Dosenmusik.de , Juli 2010 Fünf Jahre sind seit der letzten Platte von "Spandau" vergangen und nach einigen Besetzungswechseln haben Axel (Bass & Gesang), Larry (Gitarre & Gesang), Bernd (Gitarre) und Conti (Schlagzeug) sich gefunden und haben ihre neue Scheibe "Als die Jugend kollabierte" aufgenommen. Weiterhin ganz Hamburger Schule und unter Eigenregie sind die 10 Tracks im Didi-Pack entstanden. Inklusive einer musikalischen Weiterentwicklung und gutem Gesamt-Sound liegt auf "Als die Jugend kollabierte" der Fokus der Band weiterhin auf den Lyrics. Menschen und ihre Eigenarten, nachdenklich aber auch mit viel Verständnis für den Lauf der Dinge. Auch ehemalige Mitglieder von "Spandau" haben an der Platte mitgewirkt. So zum Beispiel bei dem Titel "Worte wiegen schwer". Hier erarbeitete Ex-Gitarrist Bodo den Text und Ex-Schlagzeuger Deniz Jaspersen teilt sich mit Axel die Vocals. Aber auch Lennart ist bei "Altona" und "Wenn Du" im Gesang zu hören. "Als die Jugend kollabierte" ist ein rundes Indierock-Album, welches so wohl nur aus dem Norden kommen kann. Manchmal vermisst man eine Prise mehr Rock aber darüber kann man sich an dieser Stelle streiten. Wer Kettcar und Co mag, ist mit "Spandau" gut beraten. (12 von 15 Punkten) handlemedown.de, August 2010 Wenn sich eine Band nach einem Berliner Bezirk benennt, dann kommt sie, na klar, aus Hamburg. Dort sind SPANDAU auch offenkundig zur Schule gegangen, wecken sie mit ihrem unaufdringlichen deutschsprachigen Indie doch Erinnerungen an Nordlichter wie TOMTE. Vor allem Sänger Axel klingt mitunter verdächtig nach deren Ur-Frontmann Stemmi. Ihren eigenen Kopf haben die Vier trotzdem. Andernfalls wäre ihre Scheibe „Als die Jugend kollabierte“ auch von A bis Z verzichtbar. Glücklicherweise aber verfügt sie über eine eigentümlich gelassene Spannungserzeugung. Der tut der gleichbleibend verhaltene melodische Unterbau keinen Abbruch. Sie verlassen sich nicht auf das alte Spiel des Refrains als Höhe- und Mittelpunkt, in dessen Zuführung Standarten und Strophen verschlissen werden müssen. Das ganz große Aha-Erlebnis mag ausbleiben. Aber wer hätte das von SPANDAU auch verlangt? Ihre Stücke sind, der inflationäre Terminus möge verziehen werden, ehrlich. Die Jungs haben einfach Bock auf Musik. Dass diese trotz rockiger Zwischentöne („Worte wiegen schwer“) nicht zwingend den Ausbruch probt, ist kein Versäumnis. Die Texte sind durchweg gelungen, die Instrumentierung bodenständig und sympathisch schnörkellos. Eine prima Platte, ohne wenn und aber. (7 von 10 Punkten) blueprint-fanzine.de, August 2010 Ist es nicht schön, dass es immer noch Konstanten im Leben gibt? Alles wird schneller, auswechselbarer und vergänglicher, aber SPANDAU gibt es immer noch. Ohne Plattenvertrag, ohne Geldspeicher und ohne Verpflichtungen. Einfach weil sie Bock haben. Allerdings springen die Hamburger jetzt auch auf den Trendzug "Pink & Weiß" auf - hat man heute so. In Hamburg auf jeden Fall, allerdings eher in fragwürdigen Ecken... Ansonsten gibt es auf "Als die Jugend kollabierte" Bekanntes von SPANDAU, eine neue Stimme und und einen alten Schlagzeuger als Gastsänger. SPANDAU war schon immer eine Band, die eine sehr angenehme Art hatte, Musik zu machen. Ohne zu viel Schnickschnack, ohne zu viele Spielereien, aber es funktionierte schon immer, schaffte eine melancholische Stimmung ohne weinerlich zu sein, hatte aber immer noch genügend Drive um nicht zu langweilig zu sein. Jetzt ist alles ein wenig anders. Vielleicht das Alter? Das Vatersein? Keine Ahnung, jedenfalls ist das aktuelle Album doch ruhiger, getragener und immer weiter weg von irgendeiner Art von Punk. Gerade "Wenn du" klingt eher nach einer fröhlichen Version von TOCOTRONIC, was nicht nur an der Stimme von Lennart Peters liegt. Ungewohnt, anders. Da sind Songs wie "Gesucht, gesehen, gebrannt" irgendwie doch eher meine Favoriten. "Als die Jugend kollabierte" zeigt moderne SPANDAU, die durchaus auch ihren Sound verändern möchten. Aus meiner Sicht nicht immer zu ihrem Vorteil, wie der langweilige Backgroundgesang bei "Neongold" oder "Der Kapitän" zeigen, die beide zu viel nach TOMTE / KETTCAR klingen und zu wenig nach dem was SPANDAU immer auszeichnete - nach SPANDAU zu klingen. Das sind natürlich klasse Referenzen und denen halten sie auch Stand, aber manchmal ist eine vertraute, eigenständige Schrammelband doch sehr schön. (6,5 von 10 Punkten)
... "Was es bedeutet & was es heißt"
Visions , Juni 2007 Ich bin auf der Rückfahrt von einem Interview mit Götz Alsmann und höre Spandau. "Ein Riff ist noch kein Song", hat Alsmann gesagt und die Bedeutung der Melodie betont. Für diese würde der alte Jazzschlagerist Spandau lieben, denn sie steht bei der Band absolut im Vordergrund. Der Gesang stürmt der Musik frontal voraus und äußert sentimental euphorisch Hymnen Marke Kettcar, Wohlstandskinder, Muff Potter oder Jupiter Jones, in die man schnell einfallen kann und will. Wofür Alsmann sie nicht mögen würde, ist der Ernst der Sache, das angerissene Klischee, die Humorlosigkeit. Die aktuelle EP "Was es bedeutet und was es heißt" hat Roadmovie-Artwork und drückt auf die Tränendrüsen männlicher Melancholie. Gerade das macht ihre Stärke aus, die Entschlossenheit, da weiterzufahren, wo viele "coole" Menschen abspringen, weil es ihnen zu kitschig wird. Blueprint-Fanzine, Juni 2007 2005 konnten SPANDAU bereits mit "Die Sonne scheint anders" gewinnen und sich nachhaltig festsetzen mit diesen einfachen Melodien, die dennoch nicht so schnell verklingen. Mit "Was es bedeutet & was es heißt" legen die Hamburger nun eine EP nach. Wieder in Eigenregie und wieder genau so gut und liebevoll wie beim Vorgänger. Am Anfang muss man sich ein wenig an den Gesang gewöhnen, die Platte hat doch kleine "Menscheleien", aber dadurch wird sie nach einiger Zeit erst richtig charmant. Allerdings fehlt im Vergleich zur letzten EP ein wenig der Drive. Für meinen Geschmack hätte an einigen Stellen ein wenig mehr Tempo und Druck das Album zu einem richtigen Hit gemacht. So bleibt es ein kleiner Hit, der an manchen Stellen in der Schrammellei verschwindet und dann mit seinem charmanten Wechselspiel der Gitarren wieder auftaucht. Wem KETTCAR zu sehr in den Pop driften und SCHROTTGRENZE zu viel ins Feuilleton gestrebt sind, der findet hier noch Musik mit Herz und Hingabe, ohne zu viel Spielerei. Schrammelgitarren bleiben Schrammelgitarren. Dosenmusik, Juli 2007 Hamburg ist eine der Städte, in der sich Indie- und Punkszene nicht ausschließen und gegenseitig abgrenzen, wie dies gern als Notwendigkeit gesehen wird. Wie sinnvoll es aber ist, keine Trennung zwischen alternativen Musikigenres zu ziehen zeigten damals Tomte, zeigen heute Muff Potter, oder internationaler bezogen, Jawbreaker, Cursive oder Against Me! Spandau haben diesen Schubser in Richtung Punk bekommen, versuchen damit ihre Emotionen Hamburger Art auszudrücken und klingen dabei wie einst Tomte klangen, als Thees Uhlmann noch frustriert und die gesamte Band technisch reiflich unversiert war. Heisst: Simple Melodien, dazu emotionaler Gesang mit subtiler Wut, irgendwo zwischen, haha, Punk und Indierock. Böse Zungen sagen Emopunk dazu und greifen damit ziemlich daneben. Textlich dreht es sich um Verabschiedungen ("Ansichten der Ferne", "Brandung und Lichter"), norddeutsche Nachtromantik ("Was komisch war ist fort") also die Irrungen und Wirrungen eines Jugendlichen aus Hamburg. Klingt, was fast unvermeidbar ist, nach Tomte und Kettcar, nur weniger ausgereift und leider auch ein wenig eintöniger. Zwar gibt es Spandau schon seit knapp 10 Jahren, aber vielleicht fehlt bei lauter Eigenregie doch die Betreuung durch professionelle Hände um den Ticken Spannung in die Musik zu bringen. Die guten Ansätze sind hier und da deutlich zu sehen, und wer Texte wie den zu "Was komisch war ist fort" schreibt, der oberflächlich betrachtet banal, aber jedem Freund von emotionalem Indierock mit Bezug zu der dem Norden eigener Natur aufgehen lässt, kann was. Und zwar was Gutes. Waste Of Mind Onlinefanzine, September 2007 Bei dem Bandnamen ist ja schon einmal klar, dass es sich nicht um eine Band aus Berlin handeln kann. Dass sich aber Hamburger-Jungs nach einem Berliner Stadteil nennen, macht die Sache nur komischer. Die Band spielt jedenfalls Indiepop mit deutschen Texten und erinnert, auch vom Gesang her, manchmal an spätes Material von Schrottgrenze. Musikalisch halten sie einige nette Melodien parat, über die Texte kann man sicher streiten. Denn die liegen irgendwo zwischen Kitsch und wohl überlegt formuliert aber mit Interpretationsspielraum. Sind also vielleicht sogar stilsicher? Anhören kann man die fünf Songs ihrer EP ohne Ausschlag zu bekommen, die Erleuchtung ereilt einen aber auch keinesfalls. Aber ohne mal weiter auf Herkunft und Bandnamen rumzureiten: Was Spandau machen klingt gut, da kann durchaus noch was draus werden. Und dass die Band mit DIY und Engagement in Sachen Solikonzerte im Punkrock verwurzelt ist, macht sie nur sympathischer. All Schools Onlinemagazine, 2007 Spandau…da war doch was. Da gibt es zum einen den Berliner Stadtteil – weniger spannend – und die New Romantics von SPANDAU BALLET. Die darf man mit ihrem Dandy Dress ruhig als die ideologischen Vorbilder etwa PANIC! AT THE DISCOs bezeichnen. SPANDAU aus Hamburg hingegen streichen das Ballet, tauschen Rüschen und Hedonismus gegen den Pragmatismus des Alltäglichen, behalten aber den melancholischen Ansatz des Romantikers. Einfacher, im 3 Akkorde Punk wurzelnder, Gitarrenpop und mal wirre, mal verwirrte und gelegentlich auch schöne Hamburger Schule Texte, gepaart mit einem Vortrag, den man so auch von einem völlig verzweifelten und vom Gefühlsmarathon abgehetzten alten Freund um 4 Uhr Morgens bekommen könnte, gibt es gleich fünf mal auf dieser EP. Die Liebe, das ist noch immer Thema Nr.1, klar, wie könnte es anders sein? Das alles kennt man natürlich schon von SCHROTTGRENZE, MUFF POTTER, frühen TOCOTRONIC, alten TOMTE und einer Vielzahl anderer Bands. Das macht SPANDAU aber nicht unbedingt schlecht, man freut sich ja, wenn deutsche Bands auch abseits vom Julimond Musik machen. „Und ich frage nicht wie weit; sondern wohin man sieht, zum Soundtrack dieser Handlung / Konsequenzen, die man zieht – Gitarre links, Gitarrre rechts – und jetzt mal richtig, Szenezugehörigkeiten sind jetzt nicht mehr wichtig“ („Ansichten Der Ferne“), solche Zeilen aber sind, nun, eher wirr und man denkt schmunzelnd an einen kleinen Dialogfetzen aus dem so tollen, wie wenig beachteten Film „Keine Lieder über Liebe“: „Was das bedeuten soll? Keine Ahnung, es ist halt so typisch Hamburger Schule“ Das spiegelt sich auch im Cover wieder. Straßenromantik. Die Sonne im Rücken, den Kummer im Kopf, die Zukunft ungewiss. SPANDAU sind unterwegs. Wohin? Das wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Rockstart Magazine # 5, Dezember 2007 Nein, ich verbringe meine Zeit nicht nur auf der Autobahn, zuhause auf meinem Sofa ist es doch auch ganz schön. Dazu ein bisschen SPANDAU aus Hamburg hören, das entspannt. Der Großstadtschrammelpop auf ihrer EP "Was es bedeutet & was es heißt" mit unaufdringlichen deutschen Texten schleicht sich nachdrücklich ins Ohr – und wem es manchmal etwas zu betroffen wird, der achtet dann eben mehr auf die Musik. Der Mix aus melodischem Punkrock und Indie-Pop gefällt nach mehrmaligem Hören immer besser, und dass die vier Jungs sich auch mit Soli-Konzerten für politische und soziale Gruppen und Projekte engagieren, gibt zusätzliche Sympathie-Bonuspunkte. Sellfish Onlinemagazine, 2007 SPANDAU - Das klingt nach Berlin. Stimmt aber nicht, denn die Herren sind in Hamburg beheimatet und wer sich die EP „Was es bedeutet & was es heißt“ zur Gemüte führt, hätte da auch drauf kommen können. Smells like Post-Hamburger Schule, aber nicht nur, denn da schimmern auch immer wieder schön schrammelige Emopunk-Gitarren durch. Ein wenig vergleichbar mit Herrenmagazin, mit denen man sich auch schon mal Personal geteilt hat. Nur ein bisschen weniger hitlastig, sieht man mal vom Titelsong der EP ab. Ansonsten gibt es feine Gitarrenkost mit betrübten Texten, die sowohl an der Elbe, wie anderswo funktionieren können. Freunde von Schrottgrenze, den Boxhamsters und Konsorten dürften sich hier wohl fühlen. Aus dem Nichts kommen Spandau dabei keinesfalls, schließlich sind sie schon ein paar Jährchen unterwegs, was man dem Songwriting auch anhört. Aufs Ganze wollen sie aber bisher anscheinend noch nicht gehen, vielleicht fehlt noch ein bisschen das letzte Stückchen Mut. Zutrauen würde man es ihnen auf jeden Fall, dass sie etwas reißen können in Indiehausen.
... "Die Sonne scheint anders"
Blueprint Fanzine , Juni 2006 Wieder einmal so eine CD, die vollkommen zu unrecht irgendwo in einer Schublade versandet ist: SPANDAU aus Hamburg, mit ihrer ersten "richtigen" CD "Die Sonne scheint anders". Komisch eigentlich, denn ich mag die Stimmung dieser CD sehr. Die Gitarren leiern manchmal schon fast, so schön schräg schrammelig sind die Akkorde und der Sound. Melancholie trifft auf Deutschrock und holt unterwegs noch Pop und Punk mit ins Boot. Hafen-Emo nennt das die Band. Erstaunlich eigenständig im Sound, bieten die Hamburger eine Mischung aus KETTCAR, SCHROTTGRENZE und einer beliebigen Punk-Band X. Deutschsprachige Musik ohne peinlich zu sein. MÜNCHNER FREIHEIT-Gesänge, ohne an Schlager und Mitklatschen zu denken. So singen die Jungs von Erinnerungen oder von kleinen Geschichten aus ihrem Leben. Und schrecken dabei auch nicht vor vermeintlichen Balladen zurück. Unterstützt wird die Stimmung des Albums von einer hochklassigen Produktion, die deutlich mehr als den Sound eines Demos hat. Kleine Spielereien und Effekte gibt es noch dazu. Ich verspreche hoch und heilig, dass ich diese CD nie wieder stiefmütterlich behandeln werde, denn das hat sie nicht verdient, auch wenn manchmal ein wenig mehr Druck, den es live zu hören gibt, dem Album gut getan hätte. (ob) Mind The Gap Fanzine # 10 Nach mehreren Demos nun also das erste Album der Hamburger, in Eigenregie veröffentlicht. Die Band selbst bezeichnet ihren Sound als Hafen-Emo. Kann man so machen. Man kann aber auch sagen: Deutschrock (in diesem Fall kein Schimpfwort), ordentlich gewürzt mit etwas Punk und schönen Pop-Melodien. Hat da jemand SCHROTTGRENZE gesagt? Ja, passt schon einigermaßen als grober Verweis, auch an KETTCAR musste ich mal denken. Aber SPANDAU haben schon ihren eigenen Sound, sind etwas ruhiger, meist im mittleren Tempobereich unterwegs, streuen gern auch mal eine Ballade ein, oftmals mit eher melancholisch gefärbten Texten. Insgesamt zehn Lieder, darunter auch einige kleine Hits. Schöne Sache, das! wannabepunk.de, Onlinefanzine, 2005 Spandau kommen nicht aus Berlin, nein. Aus Hamburg kommen sie und machen Gitarrenmusik und gänzlich unbekannt ist man auch nichtmehr, supportet wurden bereits „Rantanplan“, „The Wohlstandskinder“ und „Angelika Express“ um mal ein paar bekannte Namen zu nennen. Um ehrlich zu sein, wurde ich etwas skeptisch, als ich die CD zum ersten mal in die Anlage schob. Spandau scheinen sich in die Grand-Hotel-van-Cleef-Schiene einreihen zu wollen, war mein erster Gedanke. Der zweite war: Naja, irgendwie wie Kettcar oder Tomte. Nur schlechter. Keine guten Voraussetzungen für eine neutrale Besprechung… Auch wenn die Texte lange nicht mit soeiner Lyrik aufwarten können, wie die Marcus Wiebuschs von Kettcar, oder den Tomte-Texten, sind sie persönlich und auf den ersten Blick eindeutig, lassen aber schon beim zweiten hören massenweise Platz zum interpretieren. Die Aufnahme ist überraschend gut für die erste LP. Klagen kann man darüber auf jeden Fall nicht, auch wenn mir persönlich die Stimme des Sängers überhaupt nicht zusagt. Irgendwie schwingt da zuviel Unsicherheit im Treffen der Töne mit, auch wenn er sie doch irgendwie trifft. Ist fast ein bischen wie bei den frühen Sportfreunden. Die Melodien sind verspielt und doch ausgeklügelt, oft leicht verzerrt und genausooft einfach clean. Meine persönliche Meinung nach drei mal hören: Erstklassige Musik-Arrangements – rein Instrumental spielen Spandau ganz oben in der Deutsch-Pop-Liga mit. Aber sowas von! Sehr gut gefällt mir auch die oft leise im Hintergrund mitsingende zweite Stimme, was die Songs ebenfalls sehr aufwertet. Die CD und das Booklet sind ebenfalls sehr schön gestaltet. Negativpunkte: Der meist unsichere Gesang und die teilweise etwas bemüht tiefsinnigen Texte sagen mir nicht so zu. Alles im allem, um mal ein Fazit zu ziehen: Durchaus hörbar und schlecht nun wirklich nicht, aber nicht so meine Musik, mal von der Stimme abgesehen. Schöne, deutschsprachige Musik, schöne Texte, erstklassige Musik! Ein muss für Indie- und Deutschpop-Fans wohl nicht, aber schon eine Aufwertung der CD-Sammlung! Handle Me Down Onlinemagazine, November 2006 SPANDAU kommen nicht wie etwa erwartet aus Berlin sondern aus Hamburg, was sich auch musikalisch sehr schnell bemerkbar macht. Vergleiche mit der örtlichen Schule sind nicht abzuweisen, KETTCAR oder TOMTE lassen grüßen. Im Gegensatz zu den Referenzen sind SPANDAU aber noch am Anfang ihrer Karriere, auch der intellektuelle Grad bleibt hinter den Genregrößen zurück. Dabei versuchen sie sich von der angedichteten Szene abzuwenden, möchten aus dem engen Szene-Ghetto ausbrechen, wie es in der Bandinfo steht. Dabei bezeichnen sie ihren Stil selber schlicht mit Gitarrenmusik, womit sie den sprichwörtlichen Nagel leider zweideutig auf den Kopf treffen: mehr ist es leider nicht. Insgesamt fehlt SPANDAU der entscheidende Kick, der die Band nachhaltig im Gedächtnis einbrennen wird. Dafür sind die Songs zu einfach strukturiert, viel zu oft erwischt man seine Aufmerksamkeit zwischen cleanen Akkorden und dahinplätscherndem Text abschweifen. Zwar ist es lobenswert, dass ich sich mehr und mehr Bands der deutschen Sprache zur Ausdrucksweise ermächtigen, aber schmal ist der Grad zwischen gehaltvoller kultureller Unterhaltung und dem Eindruck der Schülerband. Die Produktion ist ordentlich, aber um auf der Ebene deutscher Größen mitzuspielen, fehlt es noch. Dass es dort einmal hingehen kann, dass die Ansätze gegeben sind, ist nicht in Frage zu stellen, aber bis dahin steht den Hamburgern noch viel Arbeit bevor. Tante Guerilla Sehr schöner Indie - Pop mit deutschen Texten und der nötigen Prise Rock. Mit Sicherheitsabstand wird hier in Richtung Kettcar und Tomte gschielt. Nicht so schwierig wie diese - daher angenehm fluffig mit tollen Melodien und schönen persönlichen Texten.
... "Die in der Innenstadt waren anders"
MIND the GAP, #09, Mai 2005: Erwartet hatte ich bei dem Namen von Band und Platte eher schlechten Studentenrock. Zu hören gibt es aber besten Studentenpunk. Spandau sind in unserer Heimatstadt ja keine Unbekannten mehr. Nicht nur einmal haben sie mit den grandiosen Schrottgrenze in verschiedenen Etablissements zum Tanze aufgespielt. Das passt auch zusammen, denn deutschsprachiger Melodypunk mit intelligenten, mal melancholischen, aber meist hintergründigen Texten sind der gemeinsame Nenner der beiden Combos. Man nimmt sich selbst nicht zu ernst. Was nicht heißt, daß Spandau (genau wie Schrottgrenze) jemals in seichte Funpunk-Gefilde abrutschen. Ganz groß ist auf jeden Fall der Opener "Freibad", der von diesem diffusen Gefühl handelt, wenn man an die eigene Jugend denkt. Nur geil und im besten Sinne "Emo-Punk"! Die beste Textzeile bietet dann aber "Lieblingsfarbe Orange", wo es in Bezug auf den Retro-Wahn treffend heißt: " Effektgeräte glühen, weil ihr Garage wollt, weil ihr immer nur Garage wollt!". Auf den Punkt, kann man da nur sagen! Bestellen Sie die schnuckelige 5-Song-EP noch heute! gierfisch Whiskey-Soda , Online-Magazin, März 2005
Frischer Wind aus Hamburg! In Form von 5 Songs präsentieren Spandau ihr musikalisches Kunstwerk. "Sprung kopfüber in die Tiefe, das Herz bleibt stehen wie verrückt…da ist das Glück…" heißt es in "Freibad" – es geht um die Glücksmomente die man hat, wenn einfach alles passt, alles perfekt ist und selbst der "Stillstand" der anderen einen nicht lähmt. Um Gefühle, Gedanken aber auch Wut wie bei "Kaligaro" dreht sich die Spandau-Scheibe, die sich sehen lassen kann. Die Gitarren und - Bassriffs sind experimentell aber gut, das Schlagzeug bodenständig, der Gesang ehrlich. Endlich mal eine Abwechslung zum Einheitsrock. Spandau haben ihren eigenen Stil gefunden. Hamburger - Hafen - Emo eben. Und auch wenn es ernste Texte sind, die wie in "Lieblingsfarbe Orange" durchaus kritisieren ist die CD geprägt von einem Grundoptimismus der sich durch alle Lieder hindurch zieht bis er zum Schluss mit dem Gute-Laune-Song "Allein sein" seinen Höhepunkt erreicht. Emo-Rock vom Feinsten mit schönen deutschen Texten die einen das nachfühlen lassen was Sänger Axel wohl beim schreiben der Songs bewegte. Bald erscheint das erste richtige Album und wir alle können gespannt sein was sich Spandau diesmal für uns ausgedacht haben. Wahrschauer #47, Januar 2004:
Schön gitarrige Spandauer Schule! Als alte Spandauerin muss ich über diese Band aus Hamburg schreiben. Sie klingen, als wenn eine Tuckeleisenbahn fröhlich durch viele kleine Dörfer juckelt und jedes kleine Örtchen erzählt seine eigene Geschichte, wie z.B. das Vergangenheitsdorf über Erlebnisse im Freibad der 80er Jahre, Ed von Schleck und Sprungturm berichtet. Das verlassene Dorf rät, nicht schlecht drauf zu kommen, wenn man allein ist. Die deutschen Texte sind sorgfältig komponiert, anspruchsvoll verpackt und ihr melodiöser und positiver Sound macht Spaß. Ich finde ja, sie würden besser ins Vorprogramm von Wir sind Helden oder Tocotronic passen, als zu den Bands, mit denen sie schon die Bühne teilten, nämlich Wohlstandskinder oder Rantanplan. Spandau spielen bereits seit 5 Jahren viele, viele Livegigs. Fairer Preis für die 5 Track-CD. coma girl Enpunkt #40, Juni 2003
(...) So ist die Hamburger Band Spandau mit ihrer selbst produzierten CD "Die in der Innenstadt waren anders" ein legitimer Nachfolger von ...but alive: ziemlich schlaue Texte, eher ruhige Musik, die einen schweren Einschlag ins Hamburger-Schule-Poppige hat, mir aber trotzdem sehr gut gefällt.
Plastic Bomb #?, 2003
Jetzt lest Euch mal den Bandnamen und den CD-Titel durch... kann es sein, dass eine solche Band nur aus Hamburg kommen kann? Dies hier ist inzwischen die dritte Demo von Spandau, die aber locker als CD-EP durchgehen kann. Die 5 Songs sind 1A im Studio aufgenommen worden. Zudem kommt die CD-R in einer von einer Druckerei gefertigten CD-Hülle. Musikalisch... hmm. Ich weiß, die Bezeichnung "Hamburger Schule" ist in den letzten Jahren arg strapaziert worden, aber viel anderes fällt mir hier bei Spandaunicht ein. Nicht, weil ich phantasielos wäre, sonder weil es die Musik sehr passend beschreibt. Durchweg mittelschnelle Songs, wie einst bei den klassischen Songs von ...but alive, dazu sehr inhaltsschwangere Texte. Dies hat mir sehr gut gefallen.
... "Wechselstrommotor"
Plastic Bomb #?, 2002:
Es ist gut 4 Jahre her seitdem ich das erste Demo von Spandau aus Hamburg besprochen habe. In der Zwischenzeit haben sie sich, was die Neuveröffentlichungen betrifft, etwas zurück gehalten. Inzwischen erwartet man von Punk Bands aus Hamburg einen bestimmten Sound, wie Oma Hans/Dackelblut oder ...but alive. Damit warten Spandau nicht auf. Sie spielen melodiösen Punk Rock, mit viel Gefühl und Emotion, halt nichts, was typisch für den Hamburger Sound der letzten Jahre ist. Diesmal haben sich Spandau auch eine fette Studioaufnahme gegönnt, so dass sie ihre Mucke gut rüber bringen können. Wie gesagt, schön melodiös und fit an den Geräten. Verbotene Früchte #?, 2002:
Was gibt es schöneres, als den Fortschritt einer Band seit ihren Anfangstagen zu beobachten? Bei Spandau (aus Hamburg) hatte ich das Glück und muss bei ihrer neuen Demo-CD erfreulicherweise sagen: Die Jungs machen sich!!! Die 5 Songs kommen erfrischend und geradlinig und keinesfalls als zigste Coverband von irgendwelchen bekannten Deutschsprachigen Punkrock. Eine kleine Ärzte-Vorliebe kann ich raushören, aber ansonsten ist hier nix geklaut. 1 1/2 Minuspunkte muss ich allerdings doch verteilen. Zum einen ist der "A-Capella" Gesang bei "Ich mag Dich", nicht jedermanns Sache (aber hat sicherlich Stunden gedauert, es so synchron einzusingen) und dann meine ich einen zu lauten Gitarrenton bei "Marienaugeschichte" bei 3:13Min. zu hören, aber vielleicht bilde ich mir das auch ein. Käuflich ist die Demo-CD mit ihrer knapp 18 minütigen Sielzeit übrigens für nur 2,50 Euro + Porto. karsten conform
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